Throw Back Thursday

…oder wie alles begann. 🙂

Heute möchte ich Euch gerne meine allerersten „Modellpferdefotos“ zeigen. Nur daß ich damals noch nicht wusste, daß es überhaupt sowas wie Modellpferde gibt, einfach mit meinen Barbie- und Flockiepferden gespielt habe, und irgendwann auf die Idee kam, das auch mal zu fotografieren.

Einige der Fotos sind ca. aus den Jahren 1988-1990, und dies sind abfotografierte Versionen davon, daher die schlechte Qualität. Aber man erkennt trotzdem genug, hoffe ich.

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Dies ist Komet. Er war mein Liebling und ich habe ihn immer noch. Er ist so ein beflocktes No-Name-Pferd in large Tradi size. Auf seinem Rücken sitzt meine Lieblingspuppe, eine Skipper mit besonderen Gelenken, die wirklich reiten kann. Das war ja ganz wichtig! Die meisten Barbies und Skippers konnten das nämlich gar nicht, und meine war eine Ausnahme, auf die ich mächtig stolz war. (eine Living Skipper von 1970, „geerbt“ von meiner älteren Cousine)

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Komet1

Komet war mein liebstes Model für meine frühen Tack-Machwerke. Hier z.B. ein weißer Damensattel. 🙂

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Aus etwa der gleichen Zeit stammt auch dieses Pasoset, sowie der Westernsattel unten:

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Dann gab (und gibt) es da noch Wind, ein Gelenkpferd (von „Petra“), auf ihn habe ich lange gespart. Heute sind seine Gelenke leider ziemlich ausgeleiert, aber als er noch jung und knackig war, war seine Beweglichkeit natürlich toll für viele verschiedene Posen.

Wind1

Wind2

Wind3

Wind4

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Mein erstes Pferd überhaupt war Max. Auch ein Flockie, etwa in Tradi Pony Größe. Diese kleinen Ballerinapüppchen waren die idealen Reiterinnen. Max war so viel im Einsatz, daß er teilweise schon gar kein Fell mehr hat. 🙂

Honey

Diese Honey von Barbie war leider nicht meine, sondern gehörte meiner jüngeren Cousine. Das rechte Vorderbein war abgebrochen und verschwunden, und ich habe ein neues Bein aus Holz geschnitzt und angeklebt. Später hat meine Cousine sie dann leider auf dem Flohmarkt verkauft.

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Schon damals habe ich leidenschaftlich gerne Tack gebastelt, und mein Vater hat mir dafür eine Sattelkammer gebaut. Links hing das Ponytack für die kleineren, rechts das für die Großpferde.

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Das waren noch Zeiten, jedes Pferd hatte sein eigenes Tackset, Halfter etc. 🙂

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Das war also der Ausflug in meine modelligen Anfänge. Das erste Breyerpferd hielt dann erst ein paar Jahre später Einzug, nachdem ich eine Anzeige von Frau Münsterer, die damals den deutschen Modellpferdeversand innehatte, in einem Wendy-Heft entdeckt hatte. Und ab da ging’s dann richtig los… 🙂

This is a little trip into my model horse past. 🙂 It all started around 1988-1990 with these play horses and a Skipper (Barbie’s little sister). I had a lot of fun with my very first selfmade tack and the tackroom my dad built for me. This was all a few years before the first Breyer horses arrived at my barn.

Tack Champion LS Reken

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Es hat mich wirklich sehr gefreut, als ich erfahren habe, daß ein Sattelset von mir am letzten Samstag auf der LS in Reken Tack Champion geworden ist!

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Die Konkurrenz war wirklich stark, mit tollen Sattelsets von vielen guten Tackmakern, die es auch alle verdient hätten, zu gewinnen.

Besonders schön finde ich, daß auf diese Weise das gebisslose Reiten ein Wenig Aufmerksamkeit bekommen hat, denn das süße Fjordresin trug zu seinem Wanderreitsattel einen gebisslosen Zaum.

gebisslosH

EnduranceEnglisch1

Die ersten beiden Bilder hat Heike Rottmann, die Besitzerin des Sattelsets, mir netterweise zur Verfügung gestellt. Herzlichen Glückwunsch zum Championtitel, Heike! 🙂

I was really happy when I heared that a saddle set made my be won the tack champion title at the live show in Reken, Germany last Saturday. It was a strong competition with lots of beautiful tack by good tack makers, and everybody would have deserved to win.

I think it was especially nice to see a bitless bridle winning. 🙂

The first two pictures were taken by Heike Rottmann, the owner of the saddle set and the cute Fjord. She gave me permission to use them. Congrats, Heike! 🙂

M 25

Armeesattel1Der M 25 war der deutsche Armeesattel, der 1925 (daher der Name) eingeführt wurde und bis zum Ende des 2. Weltkrieges im Gebrauch war. Es wurden Millionen davon gebaut, weshalb auch jetzt, über 70 Jahre später, immer noch hin und wieder welche auftauchen.

Es sind auch immer noch viele davon im Gebrauch, vor allem bei Wanderreitern sind sie sehr beliebt.

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Der Sattel ist sehr clever aufgebaut und kann komplett zerlegt und dadurch gut gesäubert und auch ausgebessert werden. Er hat eine gute Passform für das Pferd (es gab ihn in 5 Größen) und verteilt das Gewicht von Gepäck und Reiter sehr gut. Das Hauptgepäck wurde vorne am Sattel befestigt, wodurch nicht zu viel Gewicht auf die Hinterhand gebracht wurde. Man kann den M 25 durchaus als Vorläufer und Vorbild für viele heutige Wanderreitsättel betrachten.

Ich finde diesen Sattel sehr interessant und hatte einmal das Glück, ein Exemplar ausgiebig aus nächster Nähe anschauen und fotografieren zu dürfen.

echterSattel

Deshalb habe ich mich gefreut, als ich gefragt wurde, ob ich für eine Sammlerin einen solchen Sattel nebst Trense und Woilach nach dem Vorbild des Sattelsets, mit dem sie ihre Stute reitet, im Modell machen würde.

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Man sollte ihm sein Alter und diverse Gebrauchsspuren ansehen, also habe ich ihn bewusst „fleckig“ gefärbt.

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So ein Woilach war übrigens früher für die Soldaten und heute für die Wanderreiter sehr praktisch. Man kann ihn jeden Tag anders falten, sodaß immer wieder eine frische, saubere Seite aufs Pferd kommt, und bei Kälte oder Regen kann man ihn auseinander falten und als Decke fürs Pferd oder auch für den Reiter benutzen.

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The M 25 was the german army saddle that was built from 1925 until the end of WWII. Even now, 70 years later, some of them are still in use. They are popular with trail riders because they fit most horses very well, have lots of D-rings for bags and other stuff, and are easy to clean and repair. The M 25 was a good example for today’s trail saddles.

I once was lucky enough to examine and photograph such a saddle. When a collector asked me to create a miniature of the saddle set (including a bridle and saddle rug) she used on her mare, I happily agreed. I dyed the saddle in a „used“ look so that it really looks aged.

Such a saddle rug is quite handy for the horse and rider: you can fold it differently each day, so that you always have a fresh and clean piece of the rug on the horse’s back, and in case of rain or cold, you can unfold it and use it as a big rug for your horse or yourself.